Zwergen-Saloon

31. August 2006

Die Kindergeschichten vom Raben Klaus:
Pssst will fliegen lernen

Abgelegt unter: Rabe Klaus — Matias @ 10:29
“Hey, Klaus. Sag mal, warum kannst du eigentlich fliegen?”
“Ähm. Ich. Also. Fliegen. Ja. … Ich hab keine Ahnung. Es geht einfach. Also ich musste schon ein wenig üben zu Anfang. Mit meinem Papa hab ich geübt. Aber das ging ganz schnell und ganz einfach. Einfach so. Ist mir wohl angeboren. Warum fragst du?”
Der kleine Rabe Klaus schaute seinen viel größeren und dickeren Freund, den Waldeisbären Pssst, mit großen, fragenden Augen an.
“Also ich dachte, wo wir doch so dicke Kumpel sind, vielleicht kannst du mir das auch beibringen!”
“Was soll ich dir beibringen? Das mit dem Fliegen? Biste irre?”
Der kleine Rabe Klaus konnte es kaum glauben, was Pssst ihm da vorschlug.
“Wie willst DU denn fliegen? Du bist doch ein Waldeisbär und kein Vogel!”
“Aber vielleicht kann ich das auch? Vielleicht können Waldeisbären auch fliegen! Es hat nur noch kein Bär ausprobiert. Oder hast du schon mal von einem Bären gehört, der es versucht hätte?”
“Nee, hab ich noch nicht gehört” antwortete der verdutzte Rabe. Und er stellte sich vor, wie es aussieht, wenn am Himmel ein dicker Bär vorbeifliegt. Dabei bekam er einen Lachanfall.
“Also meinetwegen. Warum eigentlich nicht. Aber auf deine Verantwortung, Pssst.”
“Ja klar. Kann ja nix passieren. Ich bin doch kräftig gebaut. Also! Was muss ich machen?”
“Na mit deinen Flügeln auf und abschlagen.” Der Rabe Klaus schaute Pssst an, als wäre es die normalste Sache der Welt.
“Ach so. Mist. Du hast ja gar keine Flügel.” sagte der kleine Rabe kurz darauf.
Beide standen grübelnd da und überlegten, was zu tun war.
“Pass auf. Ich nehm einfach zwei große Blätter von einer Palme und benutze die als Flügel. Was hälst du davon, Klaus?”
“Von einer Palme? Soso. Siehst du hier irgendwo in unserem Wald eine Palme? Ich sehe nur Tannenbäume, Birken, Eichen und alle möglichen anderen Sträucher und Kräuter. Aber keine einzige Palme.” Der kleine Rabe Klaus schüttelte nur den Kopf über so viel Unwissenheit seines großen Freundes.
“Stimmt. Da hast du Recht. Da hab ich gar nicht dran gedacht, dass es hier gar keine Palmen gibt.” Und wieder grübelten die beiden vor sich hin, was Pssst als Flügel benutzen könnte.
“Weißt du was? Ich nehm einfach zwei große Äste von dem Baum da hinten. Der hat ganz viele Blätter. Damit wird es auch gehen.” sagte Pssst.
“Meinetwegen,” entgegnete der wenig überzeugte Klaus, “versuchen wir es.”
Pssst brach mit lautem Knacken zwei ziemlich große Äste ab und probierte, ob sie in etwa der Länge seiner Arme entsprachen.
Dann suchten sie einen passenden Baum, von dem aus er zu seinem ersten Flug starten konnte.
“Wollen wir nicht erstmal auf dem Boden üben?” wandte der immer noch skeptische Rabe Klaus ein.
“Nö. Auf dem Boden ist doch langweilig.” entschied Pssst, der heute ganz offensichtlich seinen verwegenen Tag erwischt hatte. So mutig ist er selten, dachte Klaus leise.
Schnell fanden sie einen Baum, der in etwa drei Meter Höhe einen kräftigen Ast hatte, auf den sich Pssst auch stellen konnte.
“Hilfste mir mal hoch!?” forderte der Waldeisbär seinen kleinen, gefiederten Freund auf.
“Biste irre? Wie soll ICH dir denn auf den Baum helfen?” Klaus schüttelte nur noch den Kopf.
“Ich dachte ja nur. Dann muss ich es eben allein probieren.” Und so quälte sich Pssst mit dem hohen Baum ab und versuchte hinauf zu klettern. Nach endlosen Mühen und vielen Anläufen gelang es ihm endlich tatsächlich auf den Ast zu gelangen. Und da stand er nun und schwankte leicht vor und zurück. Er sah nun nicht mehr ganz so optimistisch aus – und auch ziemlich albern mit den beiden Ästen an seinen Armen.
“So. Was muss ich jetzt machen, Klaus? Los sag schon. Du hast es doch auch gelernt.”
“Ja. Aber ich bin auch ein Vogel.” brabbelte Klaus leise vor sich hin. Er traute sich nicht seinem Freund zu sagen, dass es seiner Meinung nach unmöglich war, dass Bären fliegen könnten.
“Du musst mit den Flügeln schlagen – bzw. mit den komischen Ästen die du da um deine Arme gebunden hast – und dich dann abstoßen. Und dann fliegst du. Also ich meine: dann fliegt ein Vogel. Einfach so.”
Klaus ahnte, was passieren würde.
Pssst wedelte wie wild mit den selbst gebauten Flügeln. Er ging tief in die Hocke und stieß sich plötzlich wild nach oben ab und hopste vom Ast.
U N D … fiel wie ein Felsbrocken hinab. Er sauste mit einer Affengeschwindigkeit Richtung Erde und – BOINGGGGG – landete mit den Füßen zuerst in der Erde. Nicht einfach AUF der Erde. Nein! IN der Erde. Er steckte bis zu den Oberschenkeln im Waldboden. Und kam nicht mehr heraus.
“Mist. Hilf mir, Klaus.” jammerte Pssst verlegen.
“Wie soll ich denn helfen?”
“Weiß ich auch nicht. Zieh einfach an mir, damit ich hier aus der Erde komme.” Und wie wild begann der kleine Rabe an seinem großen Freund zu ziehen und zu zerren.
“Au. Das tut weh. Pass doch auf!” brüllte der Waldeisbär.
“Entschuldigung. Aber du hast doch gesagt, ich soll an dir ziehen!”
Beide merkten, dass es so nichts wurde.
“Du musst meinen Papa holen, glaub ich.” forderte Pssst den Raben Klaus auf.
“Und was soll ich ihm sagen? Das du im Erdboben feststeckst, weil du fliegen wolltest?”
“Naja. Musst ihm ja nicht gleich erzählen, dass ich versucht habe zu fliegen. Das erzähl ich ihm dann später beim Abendbrot.”
Und schwups war Klaus weg um den Eisbärenpapa zu holen. Kurze Zeit später war dieser am Unfallort. Er staunte, sagte aber nichts weiter und zog seinen Sohn aus der Erde.
“Alles klar mein Junge?”
“Yepp. Mir gehts prima. Danke, Papa!”
“Gern geschehen. Wollt ihr mir vielleicht erzählen, wie das passiert ist?”
Klaus und Pssst schauten sich verlegen an und beschlossen dann, dass es wohl das Beste wäre, dem Papa alles zu erzählen.
Am Ende der Geschichte, als er erfuhr wie Pssst plötzlich in der Erde steckte, hatte der Bärenpapa Tränen in den Augen vor Lachen. Er konnte sich den Bauch kaum halten, so sehr lachte er. Und Pssst und Klaus konnten nicht anders und mussten einfach hemmungslos mitlachen.
So endet die Geschichte von dem Versuch des Waldeisbären Pssst das Fliegen zu lernen. Er beschloss, es nie wieder zu versuchen. Bären können einfach nicht fliegen. Sie sind viel zu schwer und ihnen fehlen die Flügel.

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30. August 2006

Spielzeugläden in Zingst

Abgelegt unter: Laden — Matias @ 17:29

Wir waren gerade für drei Tage in Zingst an der Ostsee. Zingst hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Und das mein ich durchaus positiv. Die Stadtväter haben viele gute Ideen und setzen diese auch in die Tat um. Es wird viel für die Touristen getan: vor allem werden keine hässlichen Hotelkomplexe hingekloppt, was ich extrem positiv finde.

Aber auch die Zingster machen wunderbar mit. Was jedes Haus ist wirklich schön restauriert. Auch neu gebaute Häuser passen sich wunderbar ins Bild ein. Viele von ihnen werden sogar mit Reet gedeckt. Für mich hat sich Zingst zum schönsten Ort an der Ostseeküste entwickelt und andere Ferienzentren wie Ahrenshoop, Wustrow, Graal-Müritz, Binz oder Heringsdorft abgehängt. Hier stimmt einfach alles.

Und natürlich habe ich mich auch mal umgeschaut, ob es Spielwarengeschäfte gibt. Leider musste ich feststellen, dass es sogar vier (!!!) Spielzeuggeschäfte in Zingst auf relativ engem Raum gibt. Schön für die Inhaber, dass alle vier Geschäfte anscheinend gut nebeneinander existieren können. Überschneidungen gibt es viele. Jeder Laden muss natürlich viel Buddelsachen und Bälle für den Strand anbieten. Nur “Lisbet – Spielzeug und Kunst” in der Klosterstraße 4 hebt sich wunderbar ab und ähnelt in vielen Bereichen dem “Zwergen-Saloon”. Frau Rakow gibt sich viel Mühe das Besondere, das was man woanders nicht bekommt, in den Vordergrund zu stellen. Seien es Anker-Bausteine, Kellner Steckfiguren oder Kapla-Plättchen.

Aber bei bereits vier Läden ist für eine Zwergen-Saloon-Filiale in Zingst leider wohl vorerst kein Platz. Schade. Sehr schade…

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26. August 2006

Bio-Mittag bei Karotta

Abgelegt unter: Laden, Ladengemeinschaft — Matias @ 13:12

Wo geht ein Ladeninhaber essen? Kann er sich überhaupt eine Mittagspause leisten? Oder kocht er selber?

Also ICH koche nur zwei- oder dreimal im Jahr in der Küche in meinem Laden. Sie wird vor allem genutzt um Tee zu kochen.

Meist findet man mich in der Mittagspause, die einfach sein muss, damit ich nicht umkippe, bei meinem Lieblings-Bio-Imbiss hier im Friedrichshain. Karotta gibt es seit dem Frühjahr 2006. Und die beiden Mädels sind nicht nur saunett, sondern die Bagels, Salate und Suppen schmecken auch noch richtig gut. Und sind halt Bio. Was mir durchaus wichtig ist.

Die Mittagspause dauert bei mir meist nur 20 Minuten, damit Kundinnen, die gerade in der Zeit das Pech haben zu mir zu wollen, nicht zu lange warten. Wie schon gesagt. Eine kleine Verschnaufpause muss einfach drin sein. Ich sitze ja auch fast die ganze Zeit vor dem Rechner, wenn ich mich nicht um Kunden kümmere. Bin also permanent am Arbeiten, von 10 bis 19 Uhr. Da bekomm ich schonmal heftige Kopfschmerzen zum Abend hin. Und eine kleine Pause, bei der ich es dann auch schaffe abzuschalten, ist da verdammt wichtig.

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25. August 2006

Bestellung aus Russland

Abgelegt unter: Laden, Online-Shop — Matias @ 11:15

Seit zwei Wochen erhielt ich jeden zweiten Tag eine Bestellung aus Lipezk in Russland. Der junge Mann hatte meinen Online-Shop und darin die alten DDR-Indianer entdeckt. Ich nehme an, er hat den Weg dorthin über unsere DDR-Indianer-Fan-Seite “Indianer & Cowboys” gefunden.

Anscheinend konnte er sich nicht entscheiden, was er haben möchte. So bestellte er ständig neu. Ich war am Verzweifeln, weil ich ihn per Email nicht erreichen konnte. Die im Shop von ihm angelegte Email-Adresse funktionierte nicht. Was sollte ich tun? Es kamen immer neue Bestellungen rein. Wollte er jede Einzelne haben? Das wären weit über 1.000 Euro gewesen.

Dann endlich erhielt ich einen Anruf aus Russland. Eine junge Frau übersetzte für ihn und versuchte mir die Email-Adresse zu buchstabieren. Am Ende standen 10 verschiedene Varianten auf meinem Zettel. “Hatte Sie we oder be oder gar pe gesagt?” Ich raufte mir die Haare.

Dann endlich kam eine Email von ihm. Der Kontakt hatte nach 10 Tagen funktioniert. Das Abändern seiner Bestellung aber hörte nicht auf. Spielte er ein lustiges Spiel mit mir? Ich war mir da nicht ganz sicher. Plötzlich traf tatsächlich Geld aus Russland auf dem Firmenkonto ein. Ich konnte es nicht fassen. Er hatte extrem schnell wie ich fand Geld überwiesen. Eine dreistellige Summe. Allerdings nicht für 5, sondern nur für eine Bestellung. Ich macht die letzte Bestellung fertig und brachte sie heute morgen zur Post. 30 Euro Porto nach Russland. Puhhh. Kaum kam ich aus der Post raus, wieder ein Anruf (wohl der 10. in den letzten drei Tagen!) aus Russland. Er würde gern was ändern.

Nein, dafür war es nun zu spät. Die Reiter, Cowboys und der Saloon waren auf dem Weg nach Russland.

Eine etwas anstrengende Online-Bestellung, die mir aber trotzdem großen Spaß gemacht hat. Weil ich weiß, dass ich einen Sammler damit glücklich machen konnte. Ich hoffe nun, dass alles heil dort ankommt und er sich über die Figuren und den Saloon freut. :)

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22. August 2006

Die Kindergeschichten vom Raben Klaus:
Die neue Freundin

Abgelegt unter: Rabe Klaus — Matias @ 13:08
Der kleine Rabe Klaus und sein Freund der Waldeisbär mit dem seltsamen Namen Pssst hatten es sich am Ufer des Flusses gemütlich gemacht. Der Fluss durchquerte den Wald in dem die beiden Freunde lebten. Es war kein kleiner Bach, sondern schon ein richtiger Fluss. Aber nicht so tief und groß, dass es für die Kinder der Waldtiere zu gefährlich wäre. Der Fluss war genau richtig um darin zu baden, zu tauchen und andere lustige Spiele im Wasser zu machen.
Sie überlegten, ob sie erst eine Weile in der Sonne dösen oder gleich ins Wasser springen sollten. Und während sie so dasaßen huschte im Wasser ein großer Fisch blitzschnell vorbei.
“Hast du den gesehen, Pssst? Der war ja riesig.”
“Ja, hab ich. Ganz schön gewaltig.”
Und schwups – schon wieder huschte dieser extrem große Fisch direkt an ihnen vorbei. Wie immer ließ Pssst seine Zehen im Wasser baumeln. Hatte ihn der Fisch nicht gerade gestriffen mit seiner großen Schwanzflosse?
Da! Jetzt. Das war eindeutig. Der Fisch hatte seinen Fuß angestupst.
“Du, Klaus. Der spielt mit meinem Fuß.”
“Ach Quatsch. Glaub ich nicht.” Der kleine Rabe Klaus schaute ungläubig.
“Doch! Wirklich. Wenn ich es dir doch sage. … Da! Wieder. Jetzt reichts. Mein Fuß ist doch kein Fußball für freche Fische.”
Und schon war Pssst im Wasser verschwunden.
“Hey! Du da. Komm mal her.” Vorsichtig näherte sich der Fisch dem Waldeisbären. Hatte der Fisch Angst? Oder war er schüchtern?
“Was soll das? Warum spielst du mit meinem Fuß?”
“Hallo. Ich bin Klara. Und wer bist du?”
Ui. Der Fisch hatte einen Namen. Wie unhöflich von Pssst sich nicht erst ordentlich vorzustellen.
“Also ich bin Pssst, der Waldeisbär. Und das da hinten ist mein Freund, der Rabe Klaus.”
“Hallo Pssst. Hallo Klaus. Ich bin Klara, die Forelle. Ich wollte nur ein bisschen mit euch spielen. Mir ists manchmal hier so langweilig im Fluss.”
“Du willst mit uns spielen? Was willst du denn mit uns spielen?” wollte der Rabe Klaus wissen.
“Na wir könnten doch ‘Freunde sein’ spielen.” mit gesenktem Blick wartete die Forelle gespannt auf die Antwort.
“Freunde sein? Aber das spielt man doch nicht! Das ist man einfach so. Wenn man jemanden mag und gern mit ihm spielt. Und wenn man sich gegenseitig hilft und füreinander da ist. Dann ist man Freunde.”
“Ach so. Tut mir Leid. Ich hatte keine Ahnung von ‘Freunde sein’.”
Verstohlen schaute die Forelle Klara weiter zu Pssst und Klaus. Sie wartete, was nun passieren würde.
Klaus und Pssst schauten sich an und überlegten, was sie tun sollten.
“Du Pssst. Ich glaub, die Forelle da will mit uns spielen. Wollen wir versuchen Freunde zu sein. Ich finde die ganz nett, glaub ich.” flüsterte Klaus in Richtung des Waldeisbären.
“Jo. Also. Nett find ich sie auch. Und wo sie so freundlich gefragt hat, können wir doch einfach mal ein bisschen miteinander spielen und schauen ob wir Freunde werden.”
Gesagt, getan. Sie spielten zu dritt im Wasser. An Land konnte die Forelle ja leider nicht herumtollen. Fische leben nur im Wasser. An Land bekommen sie keine Luft.
Sie tauchten miteinander um die Wette. Sie sammelten die schönsten Steine. Die Forelle Klara zeigte ihren beiden neuen Freunden geheime Höhlen im Fluss und verriet ihnen, wo man sich am besten verstecken konnte. In die meisten Verstecke passte Pssst zwar nicht rein, weil er so groß war. Aber für Klaus waren diese Informationen prima. Und Pssst schaute sich jede Ecke neugierig an.
So spielten sie den ganzen Tag miteinander und hatten viel Spaß. Und als es Abend wurde, mussten sich Klaus und Pssst von Klara verabschieden.
“Ich glaube, wir sind jetzt Freunde. Du bist prima Klara. Wir kommen morgen wieder. Versprochen!”
Stolz schaute die Forelle Klara zu ihren beiden neuen Freunden hoch. “Danke! Das ist furchtbar lieb von euch. Ich freu mich schon, wieder mit euch spielen zu können. Machts gut und kommt gut nachhause.”
Und zufrieden lächelnd schlenderten der Rabe Klaus und der Waldeisbär Pssst nachhause.
So endet für heute diese Geschichte vom Raben Klaus und dem Waldeisbären Pssst.  

Geschichte Nr. 05/2006_08

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18. August 2006

Bastelbedarf gibts im Hobbystübchen

Abgelegt unter: Laden, Ladengemeinschaft — Matias @ 08:52

Oft kommt von meinen Kundinnen im Laden die Frage nach Bastelbedarf: Fingermalfarben, Lampions, diverse Papiersorten, Kleber, Textilstifte, Zangen für Schmuckherstellung und vieles mehr.

Dann schicke ich sie gern ins Hobbystübchen von Susanne Stüben. Das ist ungefähr zwei Minuten vom “Zwergen-Saloon” entfernt. Und ich weiß, dass Susanne sich richtig Mühe gibt mit ihrem wunderbaren Laden für Bastelbedarf.

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17. August 2006

Die Kindergeschichten vom Raben Klaus:
“Das weiße Ungetüm”

Abgelegt unter: Rabe Klaus — Matias @ 12:09
“Was ist das?” fragte der Rabe Klaus seinen Freund, den Waldeisbären Pssst.
“Ich seh nix. Was meinst du?”
“Da hinten, auf der kleinen Lichtung. Da! Hinter den drei Tannen.” Klaus zeigte mit seinem rechten Flügel nach vorn, direkt auf eine Gruppe von noch jungen Tannenbäumen.
“Da ist doch was, Pssst. Etwas, was da nicht hingehört. Das leuchtet so komisch weiß. Und es ist doch kein Winter.”
“Hmmm. Ich kann nichts sehen. Lass uns rüber gehen.” Und Pssst stapfte entschlossen los.
“Warte, Pssst. Sollten wir nicht lieber unsere Papas holen? Vielleicht ist das etwas Gefährliches und …”
Pssst war schon auf und davon. “… meine Mama hat gesagt, ich soll nichts anfassen, was ich nicht kenne.” murmelte der kleine Rabe noch ohne das Pssst ihn hören konnte.
Klaus folgte vorsichtig seinem Freund. Zügigen Schrittes näherte dieser sich den Tannenbäumen.
Pssst musste sich tief bücken, um zwischen den Tannen hindurch zu kommen. Dann standen Pssst und Klaus, der sich auch bis dahin gewagt hatte, auf einer ganz kleinen Lichtung zwischen den vielen jungen Tannen und staunten nicht schlecht, was da vor ihnen stand.
“Was ist das?” wollte Klaus erneut von Pssst wissen.
“Mhhh. Ich glaub, ich weiß was das ist. Lass mich überlegen.”
Klaus flatterte aufgeregt um das große Ding herum, dass da im Wald stand.
“Ob ich mich mal oben drauf setzen kann?” Und ohne Pssst’ Antwort abzuwarten ließ er sich auf dem großen Kasten nieder und grinste auf Pssst hinab.
“Komm da runter, Klaus. Das Ding gehört dir nicht.”
“Ja ja. Ich weiß. Aber was ist das nun?”
“Es ist weiß.” grübelte Pssst vor sich hin. Weiß wie die Berge in der Heimat meiner Vorfahren. “Es fühlt sich kühl an.”
“Stimmt. Ist mir auch schon aufgefallen.” plapperte Klaus ganz aufgeregt.
“Schau mal. Hier ist sowas wie ein Hebel oder so.” Pssst griff vorsichtig dahin.
“Soll ich mal dran ziehen?”
“Warte! Warte bis ich runter bin.” Klaus schaute ängstlich auf Pssst.
“Und was ist, wenn irgendwas Gefährliches herausspringt? Ein Waldkobold oder so.”
“Kobolde gibts nicht. Hab ich gehört.” Pssst schüttelte den Kopf und zog an dem Griff. Das Ding öffnete sich mit einem Schmatzen und kalte Luft strömte auf Pssst ein.
“Huhhhh, ist das kalt.” Schnell knallte der Waldeisbär die Tür wieder zu. “Aber verdammt angenehm.”
“Lass mich auch mal probieren” krächzste aufgeregt der kleine Rabe. Und wie wild begann er an dem Griff zu ziehen. Aber nichts passierte. Er zerrte und zog, flatterte dabei ganz wild vor dem großen Teil herum. Aber es war nichts zu machen. Die Tür ging keinen Millimeter auf.
“Soll ich noch mal?” fragte Pssst seinen kleinen, fliegenden Freund.
“Na meinetwegen.” Klaus machte Platz für ihn.
Pssst zog die Tür erneut auf und wieder strömte kühle Luft heraus.
“Was ist das?” fragte der kleine Rabe Klaus nun schon zum dritten Mal.
“Ich überlege schon die ganze Zeit. Ich hab davon schonmal gehört. Auf jeden Fall gehört das nicht hier hin.”
“K L A U U U S!!! P S S S T! Wo seid ihr?!!!”
“Ui. Mein Papa sucht uns.” stellte Pssst fest.
“Hey Jungs. Was treibt ihr hier?” Der große, muskulöse Waldeisbär zwängte sich schnaufend durch die dichten Tannen.
“Schau mal Papa, was hier steht.”
“Ach herrje. Ein Kühlschrank. Was macht der denn hier?”
“Richtig. Kühlschrank. Es lag mir auf der Zunge.” murmelte Pssst ärgerlich vor sich hin.
“Wofür ist der gut? Und warum kommt da so kühle Luft raus?” wollte der kleine Rabe Klaus wissen.
“Darin kühlen die Menschen ihre Lebensmittel. Damit sie länger haltbar sind. Eine ziemlich clevere Erfindung.” Der Papa von Pssst inspizierte den Kühlschrank von allen Seiten. “Darum kommt da auch kühle Luft raus. Die hat sich da drin wohl noch gehalten. Der steht hier noch nicht lange. Und vor allem hat der hier nun wirklich nichts zu suchen.”
Der alte Waldeisbär schaute immer ärgerlicher drein.
“Unser Wald ist doch kein Müllplatz. Es ist nicht zu fassen, wie dumm manche Menschen sind! Und außerdem: hab ich euch nicht schon tausend Mal gesagt, dass ihr nichts anfassen sollt, was ihr im Wald findet und was hier nicht hingehört?!” Nun wurde er auch noch böse auf Pssst und Klaus.
Die beiden wurden immer kleiner, zogen die Schulter ein und wollten sich am liebsten verdrücken.
“Ihr müsst mir helfen. Drückt mal die Tannen da hinten auseinander. Ich trag den Kühlschrank zurück zu den Menschen.”
Froh, etwas Sinnvolles tun zu können, schnappten sich Klaus und Pssst die zwei kleinsten Tannen und drückten sie nach rechts und links, so dass gerade genug Platz war, das der große Waldeisbär mit dem Kühlschrank da durch passte.
Er schnaufte und stöhnte, als er den Kühlschrank anhob und vor sich hertrug.
“Was machst du damit, Papa” wollte Pssst wissen.
“Ich nehm ihn jetzt auf den Rücken” erklärte der Waldeisbär, “und trage ihn dann zur Müllkippe. Das wird leider ein hartes Stück Arbeit. Aber hier kann er nicht stehen bleiben. Das ist gar nicht gut für unseren Wald! Und ihr sagt am besten unserer Mama Bescheid, dass ich erst spät nach dem Abendbrot komme. Sie soll sich keine Sorgen machen und mir was zu essen zur Seite legen.
“Gut, dass ihr den Kühlschrank so schnell entdeckt habt, Jungs.” Stolz schauten die beiden zu dem Waldeisbären hinauf.
Dann machten sie sich auf den Heimweg um Zuhause Bescheid zu geben.
Der große starke Waldeisbär stapfte mit dem Kühlschrank auf dem Rücken los Richtung Stadt und fluchte leise vor sich hin.    

Geschichte Nummer 04/2006_08

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16. August 2006

Das Hauptstadtblog wird ein Jahr alt

Abgelegt unter: Internet — Matias @ 16:51

Auch ich und der “Zwergen-Saloon” möchten als Berliner ganz ganz herzlich gratulieren.

Auf das uns das Hauptstadtblog noch lange und vor allem in dieser Qualität erhalten bleibt. Macht weiter so! Ich besuche Euch weiterhin täglich und freue mich immer wieder, dass es Euch gibt!

Gerade entdeckt bei Martin im ConnectedMarketing-Blog.

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14. August 2006

Der 1. Rouvi-Babybody-Contest

Abgelegt unter: Internet, Online-Shop — Matias @ 08:33

Wir veranstalten gerade zusammen mit Deutschlands führendem Design-Link-Portal VisualOrgasm (Nicht vom Namen schocken lassen! Das Portal ist absolut ungefährlich.) den

1. Rouvi-Babybody-Contest.
1. Rouvi-Babybody-Contest

Zuerst senden Designer und Illustratoren Entwürfe ein. Dann voten die User für ihre Lieblingsentwürfe. Und am Ende suchen wir aus den besten Entwürfen dann den Sieger aus, der dann auf unsere Babybodys gedruckt wird.

Es sind bisher schon einige echt witzige Entwürfe eingegangen. Ich bin gespannt, was da noch so kommt. Macht auf jeden Fall richtig Spaß das Ganze.

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13. August 2006

Die Kindergeschichten vom Raben Klaus:
“Draufgetreten”

Abgelegt unter: Rabe Klaus — Matias @ 11:43
Gemütlich schlenderten Pssst, der Waldeisbär, und sein bester Freund, der Rabe Klaus, durch den Wald. Ohne bestimmtes Ziel. Sie wollten einfach nur mal so schauen, was heute im Wald los war.
“Hey, hau ab hier, du dickes großes Ding.”
Pssst war gerade stehen geblieben um an einem sehr alten Baum hinauf zu schauen. Redete da jemand mit ihm?
“Klaus? Hast du das auch gehört?”
“Jo. Hab ich. Die meinen dich.”
“Wer sind DIE?”
“Na die fünf Ameisten um deinen Fuß rum.”
“Oh!”
Pssst schaute nach unten und sah tatsächlich fünf zornig zu ihm hinauf blickende Waldameisen. “Was geht ab Jungs?” brummte er zu ihnen hinunter.
“Nix geht du Tollpatsch! Du stehst auf unserem Ameisenpfad. Und mein bester Kumpel ist genau unter deinem dicken, hässlichen Fuß.”
“Sag nicht dass mein Fuß hässlich ist, sonst…” Pssst begann gerade sich aufzuplustern, da stoppte ihn Klaus.
“Lass mal gut sein Pssst. Geh lieber ein Stück weiter bevor sie anfangen deinen Fuß zu kitzeln. Und der arme kleine Kerl da unter dir – dem gehts bestimmt auch nicht so toll!”
Der Rabe Klaus hatte Recht, überlegte sich Pssst. Ganz vorsichtig hob er seinen linken Fuß. Erleichtert atmeten die Ameisen auf. Schnell kam eine weitere Ameise unter dem Fuß hervor gekrochen.
“Puhh. Bin ich kaputt. Lange hätte ich das nicht mehr ausgehalten. Immer diese blinden Trampel hier im Wald.”
Die kleine Ameise sah noch ganz fertig und platt aus. Pssst tat sie richtig Leid. Leise und vorsichtig ging der Waldeisbär weiter.
“Warte mal Pssst. Sollten wir uns nicht vielleicht entschuldigen?” bemerkte Klaus.
“Hmmm. Du hast wohl Recht. … Hey, Jungs. Tut mir Leid. Ich hoffe, ich hab keinem wirklich weh getan. Aber ihr seid auch echt schlecht zu sehen hier auf dem Waldboden.”
“Naja, schon gut. Ist ja zum Glück nix passiert. Wir kennen das schon. Darum trainieren wir auch jeden Tag. Damit unsere Körper stark und kräftig sind und es aushalten, wenn so ein großer Kloß wie du auf uns drauftritt. Aber schön ist es trotzdem nicht. Also pass in Zukunft vielleicht ein bisschen besser auf, ob du gerade einen Ameisenpfad kreuzt. Wir können nämlich auch ganz anders!” Und die Ameise, die anscheinend der Chef der kleinen Gruppe war, erzählte nun mit stolzgeschwellter Brust, wie sie neulich ein Wildschwein so lange gepiesackt hatten, bis es wutschnaubend davon gerannt war und im Weglaufen geflucht hatte, diesen Teil des Waldes nie wieder zu betreten.
“Was habt ihr denn gemacht mit dem Wildschwein?” wollte Klaus unbedingt wissen.
“Wir haben es fast eine Minunte lang mit unserem Ameisen-Zauber-Saft besprüht. Den trägt jede Ameise bei sich. Ha – das zeugt brennt und juckt. Da wird selbst ein faul auf unserem Ameisenpfad liegendes Wildschwein fast wahnsinnig.” Breit grinste die Ameise zu den beiden hoch.
“Hui. Na dann muss ich ja froh sein, dass ihr das Zeug nicht bei mir ausgepackt habt!” Und erleichtert schlenderten Pssst und der kleine Rabe Klaus weiter. Sie würden heute Abend ihren Eltern viel zu erzählen haben.     

Geschichte Nummer 03/2006_08

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